Mittwoch, 6. Januar 2016

Once upon a time... eine besondere Form des Tagebuchs


Willkommen im neuen Jahr!

2016 wird großartig, das habe ich im Gefühl. Es wird das Jahr in dem mein Sohn seine ersten Wörter sprechen wird, es wird tolle Reisen geben, ich werde mich wieder in der Arbeitswelt zurecht finden und ich werde hier an meinem Blog arbeiten. Aktuell quelle ich geradezu über vor Ideen, die ich so gerne umsetzen und euch dann zeigen möchte. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß endlich wieder kreativ zu sein und etwas für mich zu tun.



Geht es eigentlich nur mir so, oder kennen das andere junge Mütter auch? Kaum war Marvin geboren, fing ich plötzlich verstärkt an hinzufühlen, wie ich mich selbst besser verwirklichen kann. Vielleicht ist da eine latente Angst plötzlich nur noch als Mutter zu existieren und das ICH dabei aus den Augen zu verlieren. Das Mutter sein ist eben auch eine aufopferungsvolle Rolle und an manchen Tagen scheint es schier unmöglich Zeit zu finden etwas nur für mich zu tun. So ist das jetzt eben. So wird das die nächsten Jahre auch bleiben. Alles bedarf eben etwas mehr Planung, manchmal die Hilfe von lieben Familienmitgliedern und einer guten Portion Wille. Wo ein Wille, da ein Weg. Ist eben doch keine Floskel sondern nun mal einfach die Wahrheit. Also packe ich es mal an, das neue Jahr. Letzten Endes haben wir es vor allem selber in der Hand was daraus wird.


Gleich zu Beginn habe ich ein kleines Projekt umgesetzt, das mir schon lange im Kopf rum schwirrt. Die Idee habe ich vor langer, langer Zeit mal auf Pinterest entdeckt und ich fand sie damals schon total genial.
Das Prinzip ist schnell erklärt. Für jeden Tag im Jahr gibt es eine Karteikarte. Am Ende jeden Tages nimmt man sich die aktuelle Karte, notiert darauf die Jahreszahl und einen Satz, der beschreibt was man gemacht hat. Das kann alles sein, was einem an dem Tag wichtig war. Ein bestimmten Film den man gesehen hat, eine Ausstellung die man besucht hat, einen Ausflug den man gemacht hat, einen Kuchen den man gebacken hat, Besuch den man hatte, etc. Gerade in Hinblick auf meinen kleinen Sohn freue ich mich dort auch Meilensteine festhalten zu können, Wörter die er das erste mal sagt, Dinge die er das erste Mal tut, und so weiter.


Das Geniale daran, der Kalender bleibt über viele Jahre bestehen! Richtig lustig wird es in 3,4 oder 5 Jahren, wenn ich ablesen kann was ich die vergangenen Jahre am 06.01 so alles gemacht habe. Ich hatte auch schon einige Phasen in meinem Leben, in denen ich viel Tagebuch geschrieben habe. Das hat mir immer sehr gut getan, allerdings hat es mich von Zeit zu Zeit abgeschreckt, mich hinzusetzen und noch einen ganzen Eintrag zu verfassen. Gerade abends, wenn ich vor Müdigkeit eigentlich nur noch umfallen wollte. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, denn ich notiere ja nur einen Satz. Und gleichzeitig reflektiere ich noch mal den Tag und überlege, was war mir heute besonders wichtig, was möchte ich hier verewigen.


Gleichzeitig kann ich hier auch noch Erinnerungsstücke aufheben, Eintrittskarten, Fotos, Schnipsel aus Zeitschriften, Dinge die sonst in irgendwelchen Schubladen verloren gehen. Das alles wird einfach hinter die entsprechende Tageskarte gesteckt, welche am Ende des Tages ans Ende der Kiste wandert und somit die neue Tageskarte auf die Pole-Position rücken lässt.

Ihr braucht:

365 Karteikarten
1 Holzbox, oder Pappschachtel o.ä.
Buchstabenstempel und Stempelkissen
Zahlenschablone inkl. Stift oder Zahlenstempel
Maskintape

So geht's:

Ich habe die Holzbox zunächst etwas aufgehübscht. Maskingtape um die untere Kante geklebt und den Spruch "once upon a time..." auf den Deckel gestempelt.

Bei den Karteikarten ist Fliesbandarbeit angesagt. Als erstes habe ich den Monat aufgestempelt, immer nur die ersten 3 Buchstaben, ich habe mich dabei an die amerikanische Schreibweise gehalten.
Tipp: Ihr müsst nicht jeden Buchstaben einzeln aufstempeln, ich habe immer die 3 benötigten Buchstabenstempel mit einem Gummiband zusammengebunden. So ist alles gleichmäßiger und der Arbeitsaufwand ist geringer. Trotzdem müssen 365 Karten bestempelt werden!

Anschließend kommt die nächste Fliesbandarbeit: die Tageszahlen. Ich habe eine Schablone und einen schwarzen Stift verwendet. Ich kam relativ fix vorwärts, habe aber insgesamt trotzdem 2 Abende dafür gebraucht.

Nun noch die Karteikarten kürzen, sollten sie nicht ganz in die Box passen (war bei mir der Fall). Wenn's schon passt, noch besser.

Am jeweils ersten des Monats habe ich mit Maskintape noch einen kleinen Merker an die obere Ecke der Karte geklebt.

Auch noch eine süße Idee: man kann Tage die in der Familie von besonderer Bedeutung sind noch etwas aufhübschen. Am Hochzeitstag kommen zum Beispiel rote Herze auf die Karte oder ineinander verschlungene Ringe. An den Geburtstagen jeweils der Fingerabdruck des Geburtstagskindes, aus dem mit wenigen, ergänzenden Linien rasch ein Luftballon wird. An Heiligabend schmückt ein Tannenbaum die Karte, am 06.12 wird ein Nikolaus.



 Habt es schön!


Kommentare:

  1. Eine wirklich wundervolle Idee! Ich mag Deine schlichte Umsetzung, denn so richtig lebhaft wird die Box ja durch ihren Schätze im Innern. So eine Schatztruhe wäre auch was für mich, da ich mich gerade in täglicher Dankbarkeit übe. Danke fürs Inspirieren :)

    LG Jessie von Zimelie

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    1. Liebe Zimelie, "in täglicher Dankbarkeit üben", das klingt wundervoll. Dafür ist dieses Kästchen wirklich genau das Richtige. Danke für deinen lieben Kommentar!
      Liebe Grüße, Sabrina

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