Dienstag, 29. Dezember 2015

Eisbärenspieluhr



Lange nicht mehr hier am PC gesessen und geschrieben. Oder gewerkelt, geschaffen, getan. Nichts dergleichen. Das Jahr geht zu Ende und ich fühle mich gerade nur noch ausgelaugt und leer. Ich war/bin nicht nur gefühlt dauerkrank, oben drauf kamen dann auch noch private Konflikte. Manchmal kommt eben einfach alles zusammen. Trotzdem, oder gerade deswegen, habe ich mich gestern Abend hingesetzt und endlich die Spieluhr genäht, die mein kleinster Neffe zu Weihnachten bekommen soll. Ja ihr habt richtig gelesen, das letzte Weihnachtsgeschenk wurde hier also am 28.12. fertig gestellt. Absoluter Rekord.



Ich finde sie ist richtig hübsch geworden, ich hoffe sie hält auch dementsprechend. Denn auch diese Eisbärenspieluhr hat es mir nicht leicht gemacht. Der erste Versuch war zu klein und sah am Ende aus wie ein Ameisenbär. Der zweite Versuch gelang gut, allerdings hatte meine Nähmaschine gestern offenbar auch einen schlechten Tag, denn die Nähte sind nicht ganz so, wie ich sie mir gewünscht hatte. Und mit "ich" meine ich natürlich den Perfektionisten in mir. Auch das Zunähen am Ende gelang mehr schlecht als recht. Aber, und hier bin ich ganz ehrlich, für einen weiteren Eisbären fehlte die Kraft. Also bekommt mein lieber Neffe ihn jetzt so wie er ist. Herrlich unperfekt. Wie das Leben eben auch manchmal ist. Boah, Geschenk mit Botschaft, das gibt nochmal einen extra Punkt. Und sollten die Nähte tatsächlich mal Probleme machen, dann mache ich eben einen neuen, total perfekten (haha), Eisbären. Aus unverwüstbaren Stoff, mit hammerharten Nähten, der idealen Füllmenge, den symmetrischsten Augen, und, und, und. So einen richtigen Angeberbären eben.



Ihr wollt auch euer Glück versuchen? Nur zu, versucht es. Es ist absolut machbar. Also wenn man fit ist und etwas Geduld mitbringt.

Ihr braucht:

- Stoffreste
- Füllmaterial
- Spieluhr zum einnähen (in meinem Fall La Le Lu von hier)
- Kordel
- Stickgarn, Sticknadel
- Nähmaschine, Nähgarn
- Stoffschere
- Papier für das Muster

So geht's:

Malt euch eine Grundform auf Papier, hier ist alles denkbar. Eisbär, Eule, Herz, Wolke oder natürlich auch einen Ameisenbären. Schneidet diese Form aus und übertragt es 2x auf den Stoff. Achtet auf die Nahtzugabe und darauf einmal die Vorderseite und einmal die Rückseite der Form zu verwenden. Anschließend den Stoff ausschneiden.

Nun auf beiden Seiten mit dem Stickgarn Augen, Nase und Mund aufsticken. Dabei achten, dass die Augen etc. auf beiden Seiten etwa auf der gleichen Höhe sind. Ich habe dann noch für die Ohren 2x kleine Formen ausgeschnitten, zusammengenäht, mit Füllwatte gefüllt und anschließend aufgenäht. Anschließend die beiden Seiten aufeinander legen (die Vorderseiten liegen aufeinander), feststecken und in der Mitte die Kordel einsetzen, welche später einfach mit eingenäht wird.

Nun mit der Nähmaschine einmal herum nähen, dabei am Boden eine ausreichend große Wendeöffnung lassen, durch die auch die Spieluhr noch passen muss. Bei dem Stück mit der Kordel habe ich doppelt drüber genäht, um für mehr Stabilität zu sorgen.

Jetzt darf gefüllt werden. Rein mit dem Füllmaterial und der Spieluhr. Nun nur noch die Wendeöffnung per Hand oder mit der Maschine zunähen und dabei bitte nicht (!) die Schnur der Spieluhr mit einnähen. Ist mir zum Glück nicht passiert, wundert mich fast bei dem was sonst so alles schief lief.

Ich habe dann noch aus einem weiteren Stück Stoff ein Halstuch genäht und dem Bären umgebunden. Ist ja auch kalt da am Nordpol.

Habt es schön und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Einen herrlich unperfekten Rutsch natürlich.



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