Montag, 16. November 2015

DIY - XXL Strickdreieckstuch


Wenn ich spontan drei Geräusche nennen müsste, die für mich definitiv zum Herbst gehören, wären das wohl 1. Laubgeraschel, 2. Aufgießen von Tee, 3. Klappern von Stricknadeln. Stricken gehört für mich, und sicher auch für viele andere, einfach irgendwie zur kühlen Jahreszeit dazu. Ich mache es mir dann gerne auf dem Sofa gemütlich, natürlich mit erwähnter Tasse Tee, und widme mich genussvoll meinen Stricknadeln. Und ich bin weiß Gott keine Profi-Strickerin. Ich begnüge mich mit einfachen Projekten, wie Tüchern, Schals, Loops oder auch mal eine Babydecke. Wobei letztere zwar einfach zu stricken, aber gleichzeitig auch ein wahres Mammutprojekt war. Es waren "nur" rechte Maschen, dafür jedoch gleich tausende! Ganze 3 (!) Monate habe ich daran gestrickt, aber das war es wert. Ich freue mich jedes Mal wenn ich ihn mit dieser Decke zudecken darf.




Stricken hat für mich fast schon etwas meditatives, es bringt mich nach einem anstrengenden Tag immer wieder auf den Boden zurück. Deswegen stricke ich auch gerne einfache Strickmuster, nicht viel Nachdenken, einfach nur machen.

Beim Stricken selber ist mir eines immer besonders wichtig, es darf am Ende auf keinen Fall altbacken wirken. Es soll modern und schön sein, deswegen verwende ich auch meistens sehr hochwertige Garne und schöne Farben.
Dreieckstücher habe ich schon einige gestrickt, bisher aber nur in extra feinen Garnen, welche den Tüchern einen besonders edlen Look verliehen haben. Als ich dann vor kurzem beim Einkaufen war, stand vor mir eine Dame in einer Lederjacke, die sich ein dickes Dreickstuch um die Schultern gelegt hatte. Das sah einfach nur klasse aus und ich dachte: Genial! So könnte ich meine Lederjacke auch noch in den Winter hinein tragen. Also machte ich mich gleich auf die Suche nach einem dicken Garn. Gar nicht so einfach wie ich finde. Ich bin schließlich fündig geworden, musste aber einen kleinen Kompromiss eingehen. Die Wolle hatte die richtige Dicke, die richtige Farbe, aber (und jetzt kommt's) ausnahmsweise nicht reine Wolle, sondern mit Polyesteranteil. Das mag ich eigentlich so gar nicht gerne, aber ich machte diesmal eine Ausnahme.

Mit dem Ergebnis bin ich trotzdem mehr als zufrieden. Das Tuch ist richtig dick und schwer geworden, und wärmt somit ganz wunderbar. Die Wolle lies sich auch sehr gut stricken, einzig einige Knoten in der Wolle haben mir das Strickerlebnis zeitweilig etwas getrübt. Aber darüber sehe ich mal hinweg. Und das Tuch ist so groß geworden, dass ich es notfalls auch als Decke für meinen Sohn verwenden kann - haha.



Falls ihr auch so ein praktisches, kuscheliges Tuch haben wollt, es geht ganz einfach.

Ihr braucht:

- ca. 600g dicke Wolle, ich habe diese hier verwendet
- Rundstricknadeln Stärke 12,0
- Nadel zum vernähen der Fadenenden

So geht's:

3 Maschen anschlagen. Jetzt einfach immer kraus rechts stricken (immer rechte Maschen bei allen Hin- und Rückreihen) wobei bei jeder Reihe, nach der Randmasche, eine neue Masche aufgenommen wird. Somit entsteht ganz einfach das Dreieck. Das Tuch bis zur gewünschten Größe stricken, dann abketten.
Abschließend 12 ca. 70 cm lange Wollfäden abschneiden. An den Tuchenden jeweils 6 dieser Fäden durch eine Masche ziehen, so dass die Enden gleich lang sind (dadurch hat man 12 Fäden). Nun in drei Teile à 4 Fäden zu einem Zopf flechten und unten mit einem weiteren kleinen Stück Faden zusammenbinden. Die Enden auf die gewünschte Länge zurechtschneiden.

Viel Spaß beim Nachmachen!


Fotos: Julian Fürstenberg


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