Freitag, 16. Oktober 2015

Kürbissirup mit Ingwer und ein paar Gedanken zum Alltag


Ich habe zur Zeit ein tägliches Kaffeedate. Mit einer ganz lieben Person, die im letzten Jahr immer mal wieder zu kurz gekommen ist. Ihr ahnt es schon? Genau, ein Kaffeedate nur mit mir alleine. Herrlich. So starte ich den Tag, nachdem ich meinen Sohn in die liebevollen Hände der Kita-Erzieherinnen gegeben habe, verträumt und bewusst mit einem schönen, dampfenden Kaffee in der Hand. Es sind nur wenige Wochen, in denen ich dieses lieb gewonnene Ritual verfolgen darf, dann geht es schon wieder los mit der Arbeit. Umso mehr will ich sie genießen, diese letzten Wochen, bevor ich mich erneut einem neuen Alltag fügen muss, oder sagen wir lieber einen neuen Alltag gestalten darf? Klingt gewollter.



Ich bin erstaunt in welch kurzen Abständen sich in letzter Zeit die verschiedenen Alltage die Klinke in die Hand gegeben haben:
Erst die Schwangerschaft und mit ihr das Warten auf die wohl größte Veränderung im Leben.
Dann Mutterschutz, plötzlich alleine zu Hause, ohne Arbeit, dafür mit dickem Kugelbauch, einem aufgeregtem Herzen und viel zu viel Zeit, die das Warten fast schon unerträglich macht. Das Ganze begleitet mit Freude auf das was kommt und ein bisschen Melancholie für das was geht.
Und plötzlich ein völliger neuer Alltag, nun zu dritt, mit dem wundervollstem Baby überhaupt. Die wohl radikalste Veränderung und auch die wunderbarste. Das Mama-Sein hat mich umgehauen, wie ich es nicht erwartet hatte. Auf der einen Seite so viel Liebe zu empfinden, so viel Stolz im Herzen zu tragen, so viele Glücksmomente zu erleben, die sich aufreihen wie eine unendliche Kette, und Freude, ein Übermaß an Freude, ebenso wie mit einem Mal viel Demut zu empfinden für das Leben. Und auf der anderen Seite eine Menge neuer Ängste zu erfahren, Erschöpfung zu erleben und manchmal auch das klitzekleine Gefühl von Überforderung. Aber am meisten umgehauen hat mich, wie RICHTIG es sich für mich anfühlt Mama zu sein.
Nun der Alltag mit Kitakind. Mit einem Mal ist der Sohn in Betreuung "fremder" Personen. Nach einem Jahr intensivster Zweisamkeit, eine gewaltige Veränderung. Für uns beide. Umso glücklicher bin ich, das es uns beiden so gut tut. Er hat endlich Zeit mit anderen Kindern und freut sich darüber so sehr. Und ich habe auch mal wieder Zeit für mich.
Als nächstes beginnt nun also das Leben im Balanceakt. Mit Familie, Arbeit, Haushalt, Zeit für mich... Ich bin gespannt wie er wird, der neue Alltag.

Bis dahin  - Kaffee trinken, durchatmen.


Um mir eben diesen Kaffee noch etwas zu versüßen, wollte ich mal versuchen einen Kürbissirup herzustellen. Einen dezenten, nicht zu sehr von Gewürzen überschwemmten Sirup. Ist mir gelungen, wie ich finde. Allerdings ein wenig Schärfer hätte er schon sein können. Beim nächsten Mal möchte ich daher die Zutaten über Nacht ziehen lassen, ich glaube das ergibt einen noch intensiveres Aroma. Die Verwendungsmöglichkeiten des Sirups sind unendlich, aber durch den sanfteren Geschmack empfehle ich ihn vor allem als Topping, wo er sich am besten entfalten kann. Schon getestet und für unglaublich gut befunden: Auf Waffeln erst Frischkäse, dann den Sirup. Mmh!! Oder natürlich auch auf Pancakes, Yoghurt, Quark, im Kaffee (geht aber leider ein bisschen unter) oder heißer Milch, aber auch zu intensivem Käse. Eine dicke Scheibe Bauernbrot mit Gorgonzola und ein paar Tropfen dieses Kürbissirups - ganz sicher ein Gedicht!


Ihr braucht:

200g geschälter und entkernter Kürbis
300g Zucker
250 ml Wasser
Zitronenschale von einer halben Zitrone
1 Muskatblüte (im Mörser pulverisiert)
25g frischer Ingwer, in dünne Scheiben geschnitten
1 TL getrockneter Ingwer
1 Messerspitze Piment

So geht's:

Den Kürbis würfeln und in wenig Wasser weich dünsten. Das überschüssige Wasser abgießen und den Kürbis anschließend pürieren. 150g Püree abwiegen.

Dann alle Zutaten in einem Kochtopf vermischen.

Habe ich diesmal nicht gemacht, mache ich aber zukünftig: das Ganze über Nacht ziehen lassen.

Dann erhitzen und 10-15 Minuten simmern (nicht kochen) lassen. Dann ein Sieb mit Mulltuch auslegen und den Sirup durchsickern lassen. In eine heiß ausgespülte Flasche geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Enjoy!




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